Ein weiteres tolles WordPress-Blog
3 Sep
Es ist soweit, die Browser-Landschaft ist wieder um einen neuen Mitspieler reicher. Google hat seinen eigenen Browser heraus gebracht. Gestern um 21 Uhr wurde Google Chrome, so nennt sich Googles neues Produkt der Öffentlichkeit präsentiert. Nun stellt sich jedoch die Frage was Google damit bezweckt? Hat man doch gerade noch Mozilla bei der Verbreitung des allseits immer beliebter werdenden Browsers FireFox maßgeblich unterstützt, so wirkt die Herausgabe eines eigenen Browser fast wie ein Dolchstoß des eigenen Bruders. Ist Chrome einen Konkurrenz für FireFox? Oder belebt Konkurrenz einfach nur das Geschäft? Diese Frage wird sich wohl erst in den kommenden Monaten klären lassen.
Der erste Eindruck ist jedenfalls schon mal ganz gut. Wie immer verzichtet Google auf alles Überflüssige und reduziert das Interface auf das Wesentliche. Die Erscheinung ist sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig, nachdem sämtliche für Windows-Benutzer bekannten Dinge wie z.B. Menüleiste komplett wegfallen bzw. in den Hintergrund verbannt werden. Aber das kann dem Benutzer ja nur recht sein.
Die Installation läuft reibungslos, Einstellungen und Favoriten können mühelos von FireFox importiert werden und so macht der Start jedenfalls schon mal Spaß. Was auch gefällt ist, dass Google das installierte Programm nicht, wie z.B. Microsoft bei der Installation oder beim Upgrade, sofort als bevorzugten Browser installiert. “Don’t be evil” – Google hält sich an seine Versprechen.
Eine Begrüßungsseite auf der die zuletzt und häufigste besuchten Seiten mit kleinen Vorschaubildern angezeigt werden macht den Einstieg einfacher und übersichtlich. Was dann auffällt ist die Geschwindigkeit. Dachten wir doch alle FireFox3 hätte mit der Geschwindigkeit beim surfen neue Maßstäbe gesetzt, so muss man beim neuen Google Chrome seinen Hut festhalten. Das ist wirklich beeindruckend.
Wie die Taktik jedes Fenster in einem eigenen Prozess die Rechnerleistung unserer PC’s in Anspruch nimmt bleibt abzuwarten. Die Idee bei einer hängenden Seite nicht den ganzen Browser neu starten zu müssen klingt jedenfalls vielversprechend und wird gerade in Entwicklerkreisen auf offene Ohren stoßen. Im selben Atemzug wird es dann aber auch gleich die Rufe nach Entwicklerwerkzeugen und einem Debugger wie FireBug geben. Aber wie wir Google kennen werden diese nicht lange auf sich warten lassen.
Was der neue Browser bringt und ob er die Internetlandschaft nachhaltig verändert wird sich wohl erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Es bleibt auf jeden Fall spannend.
Forget Internet Explorer!
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